Vielen Dank, Panda 👹🍣🎎 Mein Japan

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Aus gegeben Anlass schaue ich heute mal zurück auf ein paar ältere Bilder, die bis vor kurzem aber noch ganz aktuell gewesen sind. Aber leider steht das Rad der Zeit nicht still, und auch hier in Japan sind Veränderungen nicht immer aufzuhalten. Natürlich gilt auch im Fernen Osten, dass wer rastet rostet, aber an manchen Gewohnheiten würde man selber doch gerne noch etwas länger festhalten.

Aber irgendwann kommt irgendwo unweigerlich der Moment, Abschied zu nehmen. Und das tue ich hier heute mir diesem Beitrag, in dem ich einen mir sehr liebgewordenen Anblick für immer festzuhalten versuche.

Es geht um das, was wir in den heutigen Bildern sehen. Den Hintergrund dieser Aufstellung kenne ich nicht, aber in meiner täglichen Routine war dies immer ein sehr stimulierender und erbaulicher Ort gewesen.

Das erste Mal, als ich hier vorbeikam, ist einige Jahreher. Ich war auf dem Rückweg von der Arbeit und hatte zur Abwechslung mal eine etwas andere Route genommen. Und dort in einer kleinen Seitenstraßen saßen und standen sie plötzlich alle vor mir, in ihrer ganzen Schönheit.

Zuerst hatte ich nur den einen Panda gesehen, der auf der Fernsehbox saß and dann die Hundemutter beim Stillen ihrer Kinder. Man musste wirklich aufmerksam hinschauen, um alle Details wahrzunehmen, all die Tiere von denen der Panda umgeben ist. Seht ihr die Maus, den Hamster und die Kanarienvögel?

Die Atmosphäre war irgendwie nostalgisch und ich fühlte mich sofort in eine vergangene Welt zurückversetzt. Natürlich musste ich damals sofort meine Kamera zücken und ein paar Fotos machen.

In jenem Augenblick, als ich dort stand und mir alles ganz genau ansah, kam dort eine Mutter vorbei, die ihr kleines Kind auf dem Arm getragen hatte, das vielleicht so ein Jahr alt war. Beim Vorbeigehen hatte sie den Pandas zugewunken und immer wieder “Bye Bye Panda” gerufen. Für die beiden waren die Pandas bereits Gewohnheit, aber trotzdem immer noch ein kleines Highlight. Bei mir hatte sich dieser Augenblick mit der Mutter und ihrem Kind gan tief eingebrannt, und ich kann mich heute noch ganz genau daran erinnern.

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Während ich mich noch ein wenig umsah, entdeckte ich, dass da ja noch mehr war. Gleich um die Ecke saß eine Pandamutter mit ihren 8 kleinen Bärenkindern und vor ihnen 2 Rehe. Wie toll war das denn?

Die japanischen Schriftzeichen auf den Emblemen sagen

駅南天神尾みんななかよし

(EKI-NAN TENJINO MINNA NAKAJOSHI)

Südlich des Bahnhofes in Tenjino, sind alle gute Freunde

Dieser Ort war zu einem kleinen Anker in meinem täglichen Leben geworden. Immer wieder hatte ich auf dem Rückweg von der Arbeit nun ganz mit Absicht diese kleine Straße genommen, damit ich mal wieder die Pandas und ihre Freunde sehen konnte. Und jedes Mal wenn hier vorbeikam, ging es mir sofort etwasbesser. Meine schlechte Laune verflog und ich vergass für einen Moment meine Sorgen.

Nun ja, der Wandel der Zeiten hat leider auch bei unseren Pandas und ihren Freunden nicht halt gemacht. Wie ich gerade erst feststellen musste, wurde das Haus in kürzestes Zeit abgerissen und auch die Pandas sind verschwunden. Noch hat die Wehmut in meinem Herzen nicht die Oberhand über die Rationalität und Logig in meinem Kopf errungen, aber möglicherweise ist das nur eine Frage der Zeit. Wenn ich das nächste Mal dort vorbeikomme, wird mein Herz mit Sicherheit etwas schwerer werden, und ich werde mich daran erinnern, dass ich ja hier nicht nur alleine, sondern auch mit dem Rest von meinem kleinen Team vorbeigekommen bin. Und wir uns alle gemeinsam entzückt waren über das, was wir hier sahen.

Zumindest sind unsere Pandas nicht ganz verschwunden, sie werden für immer weiterleben in unseren Erinnerungen und auch hier in den Fotos von diesem Blogbeitrag.

Deshalb schaue ich noch einmal mit einem Lächeln auf die ganze Bande, und sage selber noch einmal ganz leise aber bestimmt:

“Bye Bye Panda!”



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