Sind wir noch in der Stadt? 🇩🇪🍻🥨 Berlin Impressions

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Großstädte können ganz schön abwechseln sein. Erst staunt man über endlose Hochhausschluchten und gesichtslose Menschenmassen, und fragt sich dabei, wie man es hier überhaupt aushalten kann. Zu laut und schmutzig, zu stressig und unruhig scheint hier alles und man sucht unaufhörlich nach einem Knopf, mit dem man das ganze Geschehen um einen herum einmal stoppen kann.

Aber wenn man sich dann in vielen Städten einmal genauer umschaut und sich ein klein wenig vom Stadtzentrum wegbewegt, kann es passieren, dass man sich ganz schnell in einer ganz anderen Welt wiederfindet. Kleine und größere Parks laden zum Verweilen und Erkunden ein und bieten eine willkommende Abwechslung vom Stress der großen Stadt.

Und wenn man sich dann noch ein wenig weiter rauswagt und das Stadtinnere verlässt, kann es schnell vorkommen, dass man auf einmal seinen Augen gar nicht mehr trauen will. Bin ich immer noch in der Stadt oder bereits auf dem Land?

Viele Großstädte haben sich im Laufe der Zeit so ausgedehnt, dass umliegende Gemeinden mittlerweile zum offiziellen Stadtgebiet dazugehören. In Deutschland ist das bereits vor langer Zeit passiert, in Berlin zum Beispiel ist das vor am 1. Oktober 1920 passiert, als das sogenannte Groß-Berlin-Gesetz in Kraft trat. Dieses Gesetz vereinte 8 zuvor selbstständige Städte (z. B. Charlottenburg, Spandau, Schöneberg) sowie 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke und schuf die Grundlage für einheitliche Stadtplanung und Infrastruktur und gemeinsame Verwaltung und Versorgung. Berlin wurde über Nacht zur drittgrößten Stadt der Welt nach London und New York und zur flächenmäßig zweitgrößten Stadtflächenmäßig zweitgrößten Stadt nach Los Angeles.

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Seit dem hat sich die eigentlich Stadt natürlich ausgedehnt und ist an vielen Stellen auch über die Stadtgrenzen hinaus gewachsen. Aber zum Glück nicht überall Immer wieder findet man im Stadtgebiet kleine und größere grüne Oasen, in denen die Stadt unendlich weit weg zu sein scheint. Hier ist nichts mehr zu sehen, und auch nichts zu hören, von all dem Gewusel und Gerenne, mit dem man im Stadtinneren so oft konfrontiert wird.

Und glücklicherweise muss man diese Oasen auch gar nicht so lange suchen. Insbesondere in und um einen der vielen Seen oder entlang der kleineren und größeren Flüsse zeigt sich selbst eine Metropole wie Berlin von einer ganz anderen, grünen Seite.

Die deutsche Hauptstadt ist äußerst wasserreich und es gibt innerhalb der Stadtgrenzen über 80 offizielle Seen – je nach Zählweise sogar über 100, wenn man kleinere Gewässer, Teiche und künstlich angelegte Seen mit einbezieht. Zu den bekanntesten gehören der Müggelsee und der Wannsee, aber woanders kann es sogar noch verträumter und gemütlicher werden.

Und auch bei den Flüssen hat Berlin einiges zu bieten. Insgesamt gibt es über 20 benannte Flüsse und Fließgewässer, wie zum Beispiel die Spree und die Havel. Dazu kommen zahlreiche Kanäle, Seen und Teiche, die Berlin zu einer der wasserreichsten Städte Deutschlands machen.

Wer also eine Auszeit vom Großstadtstress braucht, muss nicht unbedingt ins Umland nach Brandenburg fahren. Wer möchte findet auch innerhalb der eigenen Stadt Orte, an denen die Welt noch in Ordnung zu sein scheint.

Auch wenn man es nicht glauben mag - Großstadt und Natur schließen sich zum Glück nicht aus, sondern sind sich in den letzten Jahren an einigen Orten sogar noch näher gekommen....

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Beautiful photos in nature
It looks peaceful
Have a great week
Peace

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