Das Gold von Kanazawa 👹🍣🎎 Mein Japan
Wenn es um Gold geht, denken wahrscheinlich die wenigsten zu allererst an Japan. Auch wenn das Land der aufgehenden Sonne mit allerlei Reichtümer und kulturellen Schätzen gesegnet ist, assoziert man es nicht unbedingt mit dem glänzenden Edelmetall, dessen Preis in den letzten Jahren auf immer neue Rekordwerte gestiegen ist. Aber wenn man sich ein wenig näher damit beschäftigt, kann man natürlich festellen, dass auch so einige Japaner schon vor langer Zeit dem Goldfieber erlegen waren.
Mit fällt dabei zuerst die die Goldmine auf der Insel Sado ein, die früher eine bedeutende Rolle in der japanischen Wirtschaft und auch in der Geschichte des Landes spielte. Sie wurde im Jahre 2024 offiziell als UNESCO-Welterbestätte anerkannt und ist heute eine bedeutende touristische Attraktion, die Einblicke in die Bergbaugeschichte Japans bietet. Besucher können die alten Stollen erkunden und dabei mehr über die traditionellen und modernen Techniken der Goldgewinnung erfahren
Aber auch die Stadt Kanazawa in der Pröfektur Ishiskawa hat eine lange Verbindung zu unserem begehrten Edelmetall und ist berühmt für seine Goldblatt-Produktion, die fast 100 % des gesamten japanischen Goldblatts ausmacht. Die Stadt hat eine lange Tradition in der Herstellung von Kinpaku (Goldblatt), das für die Verzierung von Tempeln, Kunstwerken und sogar in Lebensmitteln verwendet wird.
Der Name „Kanazawa“ bedeutet wörtlich „Gold-Sumpf“ und stammt aus einer alten Legende über einen Bauern, der Goldstaub in seinem Feld entdeckte. Seit dem 16. Jahrhundert ist Kanazawa ein Zentrum der Goldblattproduktion, und die Technik wurde über Generationen weitergegeben und perfektioniert.
Goldblatt aus Kanazawa wird in berühmten Bauwerken wie dem Kinkaku-ji-Tempel in Kyoto und dem Todaiji-Tempel in Nara verwendet. Die Herstellung erfolgt durch ein aufwendiges Verfahren, bei dem am Ende das Gold auf eine Dicke von 1/10.000 Millimeter gehämmert wird.
In der Stadt gibt es auch ein Museum, dass einem die Geschichte und Herstellung von Goldblatt näherbringen will. Ein Besuch im Kanazawa Yasue Gold Leaf Museum ist jedme Goldliebhaber daher nur zu empfehlen. Außerdem bieten Geschäfte Goldblatt-Workshops an, bei denen Besucher selbst Goldblatt auf Gegenstände auftragen können.
Und natürlich gibt es auch eine ganze Menge an goldenen Souvenir zu kaufen. Immer wieder findet man Geschäfte, die kunstvolle Produkte mit Goldblatt-Verzierungen anbieten, und die sich insbesondere an Touristen wenden, die dicke und volle Portmonees haben. Auch wenn die Goldschicht, mit der die verschiedensten Objekte bedeckt ist, nur hauchdünn ist, ist man schnell mit einigen hundert oder tausend Euros dabei. Gutes Kunsthandwerk kostet eben, und goldenes dann eben um so mehr.
In Kanazawa’s Higashi-Chaya-Viertel gibt es ein besonderes Gebäude mit einer goldenen Wand: das Hakuza Hikari Kura Gold House. Diese Wand ist vollständig mit 24-karätigem Goldblatt bedeckt und gehört zum Geschäft Hakuza, das sich auf Goldprodukte spezialisiert hat.
Das Gebäude war ursprünglich ein altes Teehaus, wurde aber mit Gold verziert und ist heute eine beliebte Attraktion auch für Touristen. Besucher können nicht nur die beeindruckende goldene Wand bestaunen, sondern auch verschiedene Goldprodukte kaufen, darunter Schmuck, Kunsthandwerk und sogar essbares Gold für Speisen.
Das Higashi-Chaya-Viertel ist bekannt für seine traditionellen Machiya-Holzhäuser, in denen früher Geishas ihre Gäste unterhielten. Neben dem Gold House gibt es dort viele historische Gebäude, Teehäuser und Geschäfte, die Kanazawas berühmtes Kinpaku verkaufen.
In Sachen Gold gibt es in Kanazawa dann auch eine besondere Delikatesse: Goldblatt-Eiscreme! Diese luxuriöse Süßspeise besteht aus Soft-Eis, das mit einem hauchdünnen Blatt 24-karätigem Gold bedeckt wird.
Wer sich nun fragen sollte: Ja, Gold ist essbar! Das Goldblatt ist geschmacksneutral und sicher zu essen. Es wird oft in der japanischen Küche verwendet, um Speisen eine luxuriöse Note zu verleihen. Der Körper nimmt es nicht auf und scheidet es unverdaut wieder aus.
Nun ja, ich hatte mich entschlossen, bei diesem leicht dekadenten Spiel oder Spaß nicht mitzumachen, aber anscheinend ist das "Goldeis" ziemlich beliebt und zugegebenermaßen macht es auch optisch was her. Angeblich ist es wohl auch ein Symbol für die lange Tradition der Kinpaku-Goldblattproduktion in der Stadt.
Nun ja, zumindest hat die Stadt Kanazawa etwas weiteres, mit dem sie bei den Besuchern punkten kann. Und ein wenig Angeben gehört ja auch zum Handwerk, und wenn, dann sollte man es auch richtig machen. Deshalb dann eben Gold, da weiß man doch sofort, was Sache ist.
Wer also mal nach Kanazawa kommen sollte, darf gerne der Spur des Goldes folgen. Mal sehen, wo sie euch hinführen wird, und ob ihr am Ende auch so ein Glänzen in euren Augen haben werdet....

Gibt ja auch steak mit Blattgold in der Sterneküche und manch anderes Essen, aber auch Alkolische-Getränke, die man sogar im Edeka bekommt.
Grade erst gelesen, das in Klärschlamm schon einiges an Edelmetallen zu finden ist. Leider ist es noch zu teuer das da raus zu bekommen.
!BBH
Vielleicht müsste ich ja auch mal ein wenig im Klärschlamm rumwühlen! mit ein wenig Glück werde ich ja doch noch reich :)
Rumwphlen wird da leider nicht viel bringen. Sind ja keine Nugets drin.
ach, ein bisschen wühlen muss schon sein, wenn man mal im Klärschlamm drin ist :)
!Bbh
Na dann, viel Glück.