Bloggen heute: Was Leser wirklich wollen

Bloggen heute: Was Leser wirklich wollen

Blogging Today: What Readers Really Want

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Manchmal braucht es nur einen ehrlichen Kommentar, und man fängt an, über den eigenen Stil nachzudenken.

Unter einem meiner Beiträge schrieb @stayoutoftherz sinngemäß:

Guter Post, aber nach jedem Abschnitt die Sprache zu wechseln, das nervt. Warum nicht zuerst eine Sprache und dann die andere?

Im ersten Moment habe ich kurz geschluckt. Nicht, weil der Kommentar böse gemeint war, sondern weil ich gemerkt habe: Da ist was dran.

Ich schreibe meine Beiträge schon lange zweisprachig. Auf Hive meistens Deutsch zuerst und Englisch darunter. Auf Blurt oft genau anders herum, also Englisch zuerst und Deutsch darunter. Der Gedanke dahinter war eigentlich gut. Ich wollte deutschsprachige Leser erreichen, aber auch die internationalen Leser nicht ausschließen.

Nur ist gut gemeint eben nicht immer gut gemacht.

Bei kurzen Beiträgen funktioniert das noch ganz gut. Ein paar Bilder, ein kurzer Text, die Übersetzung darunter und fertig. Aber bei längeren Beiträgen wird es schnell schwer. Jeder Gedanke kommt zweimal. Der Beitrag wirkt doppelt so lang, und der Leser muss sich ständig durch zwei Sprachen arbeiten.

Ich habe das lange so gemacht, weil es für mich logisch war. Aber logisch für den Schreiber heißt nicht automatisch angenehm für den Leser.

Schreiben ist für mich nicht immer einfach

Dazu kommt noch etwas Persönliches.

Ich habe Probleme mit der Rechtschreibung. Und manchmal fällt es mir schwer, genau das aufzuschreiben, was ich eigentlich sagen möchte. Im Kopf ist der Gedanke oft klar. Aber ihn dann so zu formulieren, dass er rund, verständlich und gut lesbar ist, ist für mich nicht immer leicht.

Für andere sieht ein fertiger Blog vielleicht simpel aus.

Ein Titel.
Ein paar Absätze.
Ein paar Bilder.
Fertig.

Für mich steckt dahinter oft viel mehr. Ich schreibe, ändere, lösche wieder, formuliere neu und frage mich am Ende trotzdem, ob der Beitrag verständlich genug ist.

Genau deshalb wollte ich mit der zweisprachigen Form immer alles besonders richtig machen. Niemand sollte ausgeschlossen werden. Jeder sollte verstehen können, worum es geht.

Aber vielleicht habe ich mir damit manchmal selbst ein Bein gestellt.

Wenn ein Beitrag durch die doppelte Sprache immer länger und schwerer wird, ist das nicht nur für den Leser anstrengend. Es macht auch mir das Schreiben schwerer.

Und am Ende soll ein Blog ja nicht perfekt sein. Er soll ehrlich sein. Er soll lesbar sein. Und der Gedanke dahinter soll beim Leser ankommen.

Perfekte Rechtschreibung ist schön. Eine perfekte Formulierung auch. Aber ein echter Gedanke, der verstanden wird, ist mir am Ende wichtiger.

Was ich daraus gelernt habe

Ich glaube, Leser entscheiden heute sehr schnell, ob sie bei einem Beitrag bleiben oder nicht. Man sieht den Titel, das Bild, die Länge des Textes und bekommt sofort ein Gefühl dafür, ob man weiterlesen möchte.

Wenn ein Beitrag schon auf den ersten Blick sehr lang wirkt, springen manche vielleicht ab, bevor sie überhaupt beim eigentlichen Inhalt angekommen sind.

Das ist schade. Vor allem dann, wenn viel Arbeit und Herzblut darin steckt.

Deshalb möchte ich meine Beiträge nicht einfach kürzer machen. Das wäre der falsche Ansatz. Ich möchte sie besser lesbar machen.

Weniger unnötige Wiederholung.
Mehr Klarheit.
Mehr Lesefluss.
Mehr echter Inhalt.

Gerade in einer Zeit, in der viele Texte im Internet irgendwie glatt und austauschbar klingen, ist das Persönliche für mich wichtig. Ein eigenes Foto, ein eigener Fehler, ein echtes Projekt, eine ehrliche Meinung oder eben ein Kommentar von @stayoutoftherz, der einen zum Nachdenken bringt.

Das macht einen Blog lebendig.

Mein neuer Versuch

Ich möchte den zweisprachigen Stil nicht komplett aufgeben. Dafür ist mir die internationale Leserschaft zu wichtig.

Aber ich möchte ihn anders einsetzen.

Bei längeren Hive-Beiträgen möchte ich künftig testen:

Der Haupttext kommt auf Deutsch.
Am Ende folgt eine kürzere englische Zusammenfassung.

So bleibt der deutsche Text flüssiger lesbar. Englische Leser bekommen trotzdem die wichtigsten Gedanken mit, ohne dass der komplette Beitrag Abschnitt für Abschnitt doppelt erscheint.

Bei kurzen Fotobeiträgen kann der alte Aufbau weiter funktionieren. Wenn der Text kurz ist, stört die direkte Übersetzung nicht so sehr.

Aber bei längeren Beiträgen, persönlichen Gedanken oder technischen Themen ist eine klare Hauptsprache wahrscheinlich besser.

Das heißt nicht, dass mein alter Stil falsch war. Er hatte seinen Sinn. Aber nur weil etwas lange funktioniert hat, muss es nicht für immer die beste Lösung bleiben.

Was macht einen guten Blog aus?

Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten.

Ein guter Blog muss nicht der längste sein.
Er muss nicht perfekt sein.
Er muss auch nicht jedem gefallen.

Aber er sollte einen Grund haben.

Er sollte dem Leser etwas geben. Einen Gedanken, eine Erfahrung, eine Frage, einen Nutzen oder einfach einen ehrlichen Einblick.

Und vor allem sollte er lesbar bleiben.

Denn ein Blog ist nicht besser, nur weil er länger ist.

Ein Blog ist besser, wenn Leser bis zum Ende dabei bleiben.

Mein Fazit

Der Kommentar von @stayoutoftherz war für mich ein guter Anstoß.

Nicht, weil ich jetzt alles über den Haufen werfen muss. Sondern weil er mich daran erinnert hat, dass ein Blog nicht nur für den Schreiber funktionieren muss, sondern auch für die Leser.

Ich möchte weiter ausführlich schreiben, wenn ein Thema es verdient. Ich möchte weiter persönliche Gedanken teilen, Projekte zeigen und Erfahrungen weitergeben. Aber ich möchte es so machen, dass meine Beiträge angenehmer zu lesen sind.

Vielleicht ist das am Ende der richtige Weg:

Nicht weniger Inhalt.
Sondern bessere Struktur.

Nicht weniger Persönlichkeit.
Sondern weniger unnötige Wiederholung.

Nicht schreiben, damit der Beitrag möglichst lang wird.
Sondern schreiben, damit der Leser gern dabei bleibt.

Mich interessiert deshalb eure Meinung:

Mögt ihr zweisprachige Beiträge Abschnitt für Abschnitt?
Oder findet ihr eine Hauptsprache mit kurzer Zusammenfassung am Ende besser?

Schreibt ihr selbst auch mehrsprachig?
Und wenn ja, wie löst ihr dieses Problem?

Danke fürs Lesen, und wir sehen uns im nächsten Beitrag.

Euer
Hornet on Tour


English short summary

Sometimes one honest comment is enough to rethink your own writing style.

Under one of my posts, @stayoutoftherz pointed out that switching between languages after every section can be annoying. He suggested writing one language first and then the other.

And honestly, I think he has a point.

For a long time, I wrote many of my posts in two languages because I wanted to include both German and international readers. On Hive, I usually started with German and added the English version below. The idea was good, but with longer posts this structure can become tiring.

There is also a personal reason why this topic matters to me. Writing is not always easy for me. I struggle with spelling, and sometimes it is hard to express my thoughts exactly the way I mean them. Every blog post is a small fight with myself.

That is why I want to test a new structure for longer Hive posts: the main article in German, followed by a shorter English summary at the end.

The old style was not wrong. It had a purpose. But blogging changes, readers change, and writing styles should be allowed to change too.

A blog is not better just because it is longer.
A blog is better when readers want to keep reading.

What do you prefer: bilingual posts section by section, or one main language with a short summary at the end?

Thank you for reading, and see you in the next post.

Your
Hornet on Tour

Hornet on Tour

📸 Instagram: hornet_on_tour
🖼 Photo: Hornet on Tour



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Warum lässt du dir nicht von der KI helfen? Schreib doch deine Gedanken so auf wie du es kannst und lass dann die das strukturieren, für den Leser optimieren und die Rechtschreibung glatt ziehen.

Das ist doch keine verachtenswerte Vorgehensweise, oder?

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Gerade an der austauschbaren, weil "optimierten" Struktur erkennt man aber einen AI-Text und ist verstimmt. Zumindest mir geht es so. Lieber mit Ecken und Kanten, dafür mit persönlichem Stil. Bin halt old school.

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(Edited)

Auf Hive sind KI Post unerwünscht!
Wirst selbst merken wenn der Hivewatcher vorbei kommt.
Aber dann ist es zu spät.

Lg 🤠

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Übrigens auch auf YouTube ist seit ein paar Wochen säuberungsaktionen im Gange ... Viele Accounts gesperrt oder gelöscht!

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Eine KI ist hier im Einsatz aber nur um die Rechtschreibung und Grammatik zu überprüfen und zu verbessern, den Text ansich, darf er nicht veränder! Ich halt nix davon das eine KI alles schreibt zu lassen, da fehlt mir das Persönliche.

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Ehrliches und direktes Feedback von Lesern ist wirklich extrem wertvoll. Es mag in der ersten Sekunde unangenehm sein, aber wenn man mit der Kritik umzugehen weiß, ist es in der zweiten Sekunde einfach nur eine großartige und willkommene Lernhilfe. Konstantes Feedback von Menschen mit Blick von Außen ist wirklich großartig und sehr hilfreich!

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