Kräuterkunde: Gewöhnlicher Wasserdost - Eupatorium cannabinum

Systematik

  • Ordnung: Asternartige
  • Familie: Korbblütler (Asteraceae)
  • Gattung: Wasserdost (Eupatorium)
  • Arten: bis zu 1200 , z.B.:
    • Wasserdost (die einzige heimische Pflanze, alle anderen finden sich u.a. in Amerika)
    • Indianischer Wasserhanf/Durchwachsenblättrigen Wasserdost (Eupatorium perfoliatum L.)

Es gibt Zuchtformen vom Wasserdost, welche für den Garten gehandelt werden und Bienen und Schmetterlinge anlocken, genauer gesagt:

  • Eupatorium maculosum
  • Eupatorium rugosum

Die einen natürlichen Süßstoff liefernde Stevie (Stevia rebaudiana) wurde 1887 von Bertoni als Eupatorium rebaudianum erstbeschrieben. Der Artname geht auf den Chemiker Ovidio Rebaudi zurück, der die Stevia-Glycoside, die 200- bis 300-mal süßer sind als Zucker, als erster isolierte.
1905 verschob Bertoni die Art aufgrund des Pappus, der aus Schuppen und wenigen Borsten beseht, in die von Cavanilles 1797 etablierte Gattung Stevia, die nach dem spanischen Botaniker Pedro Jaime Esteve benannt ist.

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Volkstümliche Namen

  • Alapkraut
  • Albdost
  • Alpkraut
  • Blauwetterkühl
  • Braunes Leberkraut
  • Bolkenskruit
  • Bruchwurz
  • Dosten
  • Donnerkraut
  • Drachenkraut
  • Fieberkraut
  • Fieberwurz
  • Gewöhnlicher Wasserdost
  • Gischklee
  • G(r)undheil
  • Hanfkraut
  • Henneberg
  • Heidnisch Wundkraut
  • Hirschwundkraut
  • Hirschgünsel
  • Hirschdost
  • Hirschkraut
  • Hirschklee
  • Hirtzklee
  • Herzblume
  • Hertzlile
  • Kunigundenkraut
  • Kunigkraut
  • lange Garbe
  • Lämmerschwanz
  • Leberbalsam
  • Lebertrost
  • Mannskraft
  • Mannsliebe
  • Ottig
  • rotes Ruhrkraut
  • Schwerze
  • Schlosskraut
  • Schümpferblume
  • Stundenkraut
  • Tosten
  • Tugendblume
  • Wetterklee
  • Wetterkraut
  • Waterdost
  • Wasserhanf
  • Wasserottich
  • Wassersenf
  • wilde Scharleie
  • wilde Scharlige
  • wilde Selbe

Englisch: Hemp Agrimony, wild Scarley, wild Scarleyge, Veltsalway, Waterdoust

Homoöpathie nutzt den alten Namen der Pflanze: Eupatorium perfoliatum-Globuli

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Namensherkunft

Der lateinische Gattungsname Eupatorium kommt vermutlich vom antiken König Mithridates Eupator, der Herrscher von Pontus, welcher die Pflanze selbst anwendete gegen Leberleiden.
Viele pontische und syrische Könige trugen den Beinamen Eupator, was "von edlen Ahnen" bedeutet. Eupatoria war nach Plinius eine königliche Entdeckung. Von ihm und der Beschreibung des Dioskurides dachte man es handele sich nicht um den Wasserdost, sondern um den Odermenning.
Carl von Linné (1707-1778), schwedischer Naturforscher, entschied sich, im Sinne von Avicenna (persischer Gelehrter um 1000 n. Chr.), dem Namen den Wasserdost zuzuteilen, da er in alten Aufzeichnungen den Wasserdost vermutete. Die Gattung wurde also erstmals 1753/1754 in seinem Werk Genera Plantarum beschrieben.
Der Odermenning hingegen erhielt den Namen Agrimonia.

Die deutsche Bezeichnung "Wasserdost" bezieht sich auf den häufig vorkommenden Standort und die Ähnlichkeit der Blüten mit dem Dost (Origanum).

Die Kräuterpädagogin Petra Knoll schreibt bzgl des deutschen Namen "Wasser": "Rutengeher sehen im Wasserdost einen pflanzlichen Anzeiger für eine Störzone unter der Oberfläche, denn er wächst bevorzugt auf Wasseradern."

Dabei wurde allerdings der Gattungsname Eupatorium vermutlich erst im 15. Jhd. benutzt, wo er in Kurzschriften als Agrimonium eupatorium auftaucht.

Der Gattungsname Eupatorium kann auch von griechisch hepatorion /hepatitis stammen, was "Pflanze, die gegen Lebererkrankungen hilft" übersetzt wird.
Der Artenname "cannabinum" ist lateinisch und bedeutet "Hanf", da die Blätter dem Hanfblättern zum Verwechseln ähnlich sind.

Mythologie/Geschichte

Heute mutmaßt man, dass der Wasserdost auf eine kleine Expedition in den tiefen Wäldern Südamerika entdeckt worden ist. Ein Botaniker-Team stieß bei deren Forschungsarbeiten auf eine Pflanze, die in der Vegetation der Anden gedieh. Die Forscher waren beeindruckt von den außergewöhnlichen Heilkräften von der Pflanze, die später als Wasserdost bekannt wurde. Dabei haben die einheimischen Volksstämme die Pflanze schon seit Jahrhunderten als traditionelles Heilmittel benutzt.

Es heißt, dass der Gewöhnliche Wasserdost über Siedler nach Amerika gelangte und dort heute als Neophyt gilt.

Der Wasserdost ist als Heilpflanze bereits seit der Antike bekannt. Im Altertum bzw der Antike war der Wasserdost sehr wohl bekannt. Die Menschen haben ihn im antiken Griechenland zur Behandlung von Insekten- und Skorpionstichen sowie von Spinnenbisschen angewendet. In alten Aufzeichnungen findet man, dass man vom Wasserdost gegen giftige Schlangenbisse kuriert werden kann. Darin wird auch beschrieben, dass eine Salbe aus den Blättern gegen besonders hartnäckige Geschwüre helfen soll. Die Ärzte im alten Griechenland haben nur vom Wasserdost geschwärmt und gaben die Samen und Blätter in Wein, ließen es einige Stunden ziehen, tranken ihn daraufhhin um sich selbst von Lebererkrankungen zu helfen. Auch wurde er im alten Rom eingesetzt um Ameisen fernzuhalten.

Im Mittelalter wurde der Wasserdost als Bandagen und Umschläge benutzt und auf gebrochene Knochen gelegt, damit diese schneller heilten. Darüber hinaus half seine Wirkung bei Schnittwunden und anderen Verletzungen.
In Kräuterbüchern des Mittelalters und der frühen Neuzeit wurde der Wasserdost-Tee zur Blutreinigung, sowie leberstärkendes und gallentreibendes Mittel empfohlen. Auch gegen Erkrankungen der Milz.

Eupatorion wurde von Disokurides (1. Jhd. n. Chr) berichtet. Der Wasserdost wurde auch als Hepatorion oder Hepatits bezeichnet.
Kraut und Samen in Wein eingelegt und getrunken werden gegen Ruhr und Schlangenbissen benutzt.

Plinius der Ältere (ca. 23-79 n. Chr.) hat das Eupatoria ebenso beschrieben und dies als eine Pflanze mit holzigen Stängel und die Blätter ständen je zu 5., wie beim Hanf. Die Samen wurden erfolgreich gegen Ruhr angewandt. Plinius erwähnte ebenso eine Pflanze mit der Bezeichnung Eupatorium als Mittel für Leber- und Gallenleiden.
Heute ist uns bekannt, dass Plinius, wie auch Dioskurides, damit nicht den Wasserdost meinten, sondern den Odermenning (Agrimonia eupatoria).

Einen lateinischen Begriff gab es für den Wasserdost nicht, was normal wäre, dafür dass es auch in Apotheken genutzt wurde. Allerdings haben es Apotheker Eupatorium genannt. Damit sollte uns nun klar sein, dass Plinius mit Eupatoria eine andere Pflanze meinte.

Der Wasserdost wird von Hieronymus Bock als eine besonders stark wundheilende Pflanze beschrieben. Hirsche, die angeschossen worden sind und danach Wasserdost fraßen, gesundeten schnell. Er beschrieb die Pflanze als "sehr tauglich dazu, alle Verletzungen zu heilen". Auch nannte er die Wirkung die Manneskraft zu stärken.

Leonhart Fuchs (1501 - 1566), Kräutergelehrter aus Basel, hat den Wasserdost erst durch den namen Kunigundkraut und Hirssenklee gekannt. Hirssen ist ein alter Begriff für Hirsche und diese Tiere sollen sich selbst mit dem Wasserdost heilen können. Er hat den Wasserdost erfolgreich gegen Beschwerden der Leber und Milz eingesetzt, sowie gegen Vergiftungen und schlecht heilenden Wunden, gegen Wundbrand. Auch als blutstillendes Mittel.

Mathiolus hat den Wasserdost auch als ein blutreinigendes Mittel beschrieben, was gegen Leber- und Milzerkrankungen Einsatz fand. Ebenso bei langwierigen Fiebererkrankungen. Äußerlich angewendet gegen Wunden und hinzufügend gegen geschwollene Füße.

In früherer Zeit war der Wasserdost in Polen geläufig gegen Nierenleiden auszuhelfen.
Während in Ungarn die Pflanze bekannt war Gelbsucht zu behandeln und äußerlich angewandt gegen Krätze.

Aberglaube:

Der Wasserdost wurde als Wetterpflanze genutzt um Regen fernzuhalten. Er wurde dem Hirsch- und Wettergott zuteil, woher auch seine volkstümlichen Begriffe Wetterkraut, Wetterklee, Hirschklee und Donnerkraut stammen.
Auch Wolf Dieter Storl hat in seinem Buch "Ur-Medizin" den Wasserdost im Zusammenhang mit Wetterzaubern beschrieben, die die Kelten betrieben haben sollen.

Indianer:

Der Wasserdost wurde von den in Amerika lebenden Indianern gegen Erkrankungen eingesetzt, wie z.B. Erkältungen, Katarrhe, Rheuma. Ihnen war bereits bewusst, dass der Wasserdost schweißtreibend ist, sowie schmerzlindernd. Darüber hinaus war er ein Mittel gegen Leberkrankheiten. Trapper berichteten, dass sie Indianer sahen, die die Wurzel des Wasserdosts kauten um dadurch sexuell stimuliert zu werden.
Die Blätter und Zweigspitzen wurden von ihnen als Mittel gegen Fieber und Erkältungskrankheiten eingesetzt.

Christlich:

Der Wasserdost ist der Heiligen Kunigunde, Frau von Heinrich II, gewidmet. Sie ist die Schutzpatronin der kranken Kinder. Daher stammt wahrscheinlich der volkstümliche Begriff des Wasserdosts.
Die Kräuterpädagogin Knoll schreibt dazu: "So wurde am Tag der Heiligen Kunigunde, einem Lostag der Bauern für die kommende Ernte („Wenn es an Kunigunde friert, man es noch 40 Tage spürt“), ein Wetterzauber mit der Pflanze durchgeführt. Daher rührt der Name Kunigundenkraut."
Der Tag der Heiligen Kunigunde findet immer am 3. März statt.
In der christlichen Medizin wurde der Wasserdost eingesetzt um Teufel und seine Dämonen abzuwehren.

Während in der heidnischen Kultur der Wasserdost als der Sitz der Hausgeister gilt und das der Grund sein soll, warum die Pflanze in großen mengen rund um alte Bauernhöfe zu finden ist.
Dass die Pflanze in der vorchristlichen Zeit Verwendung fand, spiegelt sich im noch heute verwendeten Namen "Heidnisches Unkraut" oder "Heidnisches Wundkraut".

als Färbungsmittel:

Aus dem Wasserdost (Eupatorium tinctorium) wurde in Südamerika die Farbe Indigo gewonnen, mit der man z.B. Ponchos gefärbt hat.

Räucherung:
  • gegen giftige Würmer (wahrscheinlich allg. Krankheitserregern)

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Inhaltsstoffe

  • ätherisches Öl
  • Bitterstoffglykosid
  • Eupatoriopikrin
  • Euparin
  • Eupatorin (?)
  • Euatorin
  • Eisen
  • Flavonoide (immunstärkend)
  • Gerbstoffe
  • Harze
  • Inulin
  • Lactucerol
  • Mineralien
    • Kalzium
    • Magnesium
  • Polysaccharide (immunstärkend)
  • Pyrrolizidinalkaloide
  • Saponine
  • Sterine
  • Sesquiterpenlactone (immunstärkend)
  • Sterole
  • Vitamine
  • Xylane

Aus der Pflanze wurde der Wirkstoff Eupafolin isoliert, welcher über Signalleitungen des Immunsystems wandern. Er verhindert, dass inflammatorische Mediatoren aus humanen Makrophagen freigesetzt werden.

Wirkungen

  • antiviral
  • antioxidativ
  • antibakteriell
  • antibiotisch
  • adstringierend
  • appetitanregend
  • blutreinigend
  • beruhigend auf das Nervensystem
  • desinfizierend
  • entwässernd
  • entzündungshemmend
  • fiebersenkend
  • harntreibend
  • immunstärkend
  • krebshemmend
  • kreislaufstärkend
  • leberreinigend
  • menstruationsregelnd
  • potenzanregend
  • schmerzlindernd (getrocknete Wurzel)
  • schleimlösend
  • schweißtreibend
  • wundheilend

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Anwendungsgebiete

Kein direktes Mittel gegen Krankheiten, doch hilft dabei eine allgemeine Widerstandskraft aufzubauen. Kann den Krankheitsverlauf verkürzen.

  • Abwehrschwäche
  • Alkoholvergiftung
  • Appetitlosigkeit
  • Angstgefühle
  • Abführmittel (sanft)
  • Brechmittel (volksheilkundlich)
  • Erkältungen
  • Eierstockentzündung
  • Entzündungen im Mundraum (Gurgeln)
  • Erschöpfung
  • epilleptische Anfälle
  • Fieber
  • Gelbsucht
  • Geschwollene Füsse
  • Gallenprobleme
  • Grippe
  • Hautentzündung
  • Herzbeschwerden
  • Heuschnupfen
  • Husten
  • Herpes
  • H1N1-Virus, also Schweinegrippe
  • Influenza
  • Kater
  • Knochenschmerzen
  • Kurzatmigkeit (wo dann auch kalter Schweiß auftreten kann)
  • Leberbeschwerden, Leberleiden
  • Milzprobleme
  • Nierenbeschwerden
  • Potenzmittel
  • Pollenallergie
  • Ruhr
  • Rekonvaleszens
  • Rheuma
  • Rückenschmerzen
  • Regelschmerzen
  • Schnupfen
  • Schlafstörungen
  • Stress
  • Schüttelfrost
  • Tonikum
  • Verstopfung
  • Verdauungsprobleme
  • Verschleimungen
  • Würmer
  • Wassereinlagerungen (Ödeme)
  • Wundheilung

Anwendungsbeispiele

  • Badezusatz
  • Kaltauszug
  • Salbe
  • Tee
  • Tinktur
  • Umschlag (mit Brei aus der Pflanze)
  • Waschungen
  • Wickel

Auf angeschnittenes Brot sollen frischen Blätter die Schimmelbildung vermeiden. Der Saft auf Pelze und Felle gerieben kann auch Motten fernhalten.

verwendete Pflanzenteile

  • Blätter
  • Blüten
  • Wurzel

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Merkmale

  • Pflanzenart: Staude
  • Wuchseigenschaften: winterhart bis -28 Grad, mehrjährig, sommergrün, Lichtkeimer, horstig bis leicht überhängend, pflegeleicht, Pionierpflanze
  • Wuchshöhe: 50 - 150 cm, sogar 150 - 300 cm
  • Boden: feucht, nährstoffreich, lehmig, humös, durchlässig, stickstoffreich, pH-Wert basisch bis kalkhaltig
  • Wurzel: walzenförmiges Rhizom, Pfahlwurzler, hell, ineinander verflochten, zieht sich im Winter in der Wurzel zurück, alle oberirdischen Teile sterben ab mit Ausnahme von der Erneuerungsknospe (worin Insekten überwintern)
  • Stängel: aufrecht, bis zum Blütenstand meist nicht verzweigt, im oberen Bereich stark verzweigt; färbt sich in Laufe der Zeit immer mehr rot
  • Blätter: mittel- bis dunkelgrün, unpaarig, bis zu 7 gegenständigen Blattfiedern, gezähnt oder glatt, länglich-spitz, rau, stehen schräg nach oben, gestielt oder ungestielt, sehen aus wie eine Hand
  • Blüten: aktinomorph, dichte Schirmrispe, Köpfchen 4- 6 mm lange, zylinderartige Hülle mit glocken- oder trichterförmigen 4- 6 Röhrenblüten, dieser wiederum 5 Kronenblätter, rosa-weiß, büschelige Trugdolden, zweiteiliger Griffel hängt weit aus der Blüte heraus
  • Früchte: bräunlich bis schwarz, Schließfrucht, schmal, Achänen mit Haarkelch, 2 - 3 mm lang mit 5 Rippen, vielborstiger Pappus
  • Vermehrung: über Ausläufer möglich, Samen, Stecklinge
  • Geschlecht: allte Blüten zwittrig
  • Geschmack: bitter und Johanniskraut-ähnlich (find ich)
  • Duft: aromatisch

Vorkommen

  • Europa (heimisch)
  • Nordamerika (Neophyt)
  • Australien (Neophyt)
    Herkunft:
  • weite Teile Europas
  • Kaukasus
  • Vorderasien
  • Asien
  • Afrika

Fundorte

halbschattig

  • Auwälder
  • Bäche
  • Böschungen
  • Flussufer
  • Feuchtwiesen
  • Gartenteich
  • Gräben
  • Gehölzränder
  • Lichtungen
  • Sumpfbeet
  • Uferrandzonen
  • Ufer
  • Waldränder

In Gesellschaft mit Eschen und Erlen.

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(Bildquelle)

Sammelhinweise

  • Aussaatzeit: März - April im Gartenhaus, ab dem es Sprösslinge sind, nach draußen aussetzen; ansonsten werden die Samen einfach von Tieren gefressen
  • Keimdauer: bei 20 Grad bis zu 2 Wochen
  • Blütezeit: Juli - Oktober
  • Fruchtreife: August - Oktober
  • Erntezeit: Juli - September
  • Insekten: keine Raupen, dafür Bienen, Hummeln, Käfer und Falter, u.a. Admiral (Vanessa atalanta), Distelfalter (Vanessa cardui), Landkärtchen und Großes Ochsenauge, Russischer Bär (Euplagia quadripunctaria), Kleiner Fuchs (Aglais urticae), Kaisermantel (Argynnis paphia), Dukatenfalter (Lycaena virgaureae), Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus), Großer Schillerfalter (Apatura iris); Insekten ziehen wiederum Spinnen an, u.a. Krabbenspinnen, Wolfsspinnen
  • Schädlinge?: Schnecken, wenn die Pflanze jung ist; weiße Fliegen und Spinnmilben bei ungeeigneten Standort und Wetterverhältnissen
  • Nebenwirkungen: In allen Teilen des Gewöhnlichen Wasserdost sind Pyrrolizidinalkaloide enthalten, welche in größeren Mengen die Leber schädigen können. Bei lang andauernder hohen Dosierung sind Schädigungen oder evtl auch Leberkrebs möglich. Kinder sollten gänzlich auf die innere Anwendung verzichten. Äußerlich angewendet stellt es keine Probleme dar.
    In der Apotheke oder Homoöpathie ist der Wasserdost so gering dosiert, dass es keine Probleme darstellen sollte.
    Auch Flavon Eupatorin soll ein schädlicher Stoff sein, wenn er zu hoch dosiert wird auch Erbrechen und Durchfall auftreten kann.
    Schwangere sollten ebenso komplett auf das Kraut verzichten. Auch Tiere können bei größeren Mengen Schädigungen davon tragen.
    Genauso gilt es bei Stillenden und Menschen mit Lebervorschädigungen, wie auch Allergikern.

Aufgrund des sehr bitteren Geschmackes ist es fast nicht möglich den Wasserdost in hohen Dosen roh einzunehmen, weil es einfach den Mund verzieht und gar nicht schmeckt. Selbst ich, die sehr gerne bitter isst, kommt mit dem Geschmack nicht klar.

  • Bezugsquellen:
    Wasserdost ist apothekenpflicht, weswegen man es bei keinem Kräuterhändler beziehen kann. Dann eher selbst pflücken.

Verwechslungsgefahr!

  • Baldrian- Blüten
  • Hanf (Blätter werden damit verwechselt, ansonsten haben sind die beiden Pflanzen nicht miteinander verwandt)
  • Grauer Alpendost (Blätter unten gestielt, viel größer und rundlich-herzförmig, auf Unterseite filzig; nicht verwandt)
  • Echter Dost (Blätter ungeteilt, andere Blüten; nicht verwandt)
  • Kriechendes Fingerkraut (Potentilla reptans) (die an der Spitze gezähnten Blätter sehen dem ähnlich)

Quellen:
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

Hinweis !

Bei Verbesserungsvorschlägen, Fehlern und Inspirationen bitte ich um Korrektur. Der Beitrag ist nicht vollständig und es ist noch lange nicht alles über diese Pflanze gesagt.
Dieser Beitrag dient nicht als Heilversprechen, sondern als Zusammenstellung, was ich über die Pflanze im Internet finden konnte. Wenn du die Pflanze einnimmst, bedeutet es nicht, dass du automatisch von all deinen Krankheiten befreit bist, doch du kannst sie als Begleitmittel nutzen und um dich wieder mit der Natur zu verbinden.

Da ich für Eigenverantwortung bin, wünsche ich mir, dass ihr euch selbst informiert, wenn ihr eine Pflanze einnehmen wollt, und nicht nur auf diesen Beitrag vertraut, sondern euren eigenen Weg findet mit der Natur zusammenzuarbeiten.

Dann wünsch ich euch viel Spaß bei eurer Reise mit der Natur :)

~charlissy



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